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Nils-Holgersson-Schule
Otto-Marquardt-Straße 12-14
10369 Berlin

Tel.: 030 - 513 96 76
Fax.: 030 - 500 18 292

 

Unterricht

Die Schülerinnen und Schüler werden von der Eingangsstufe bis zur Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahrgangsstufe 10 in den Bereichen Kommunikation / Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Musik, Kunst, Sport und Wirtschaft-Arbeit-Technik nach dem Rahmenlehrplan für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ unterrichtet.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 werden nach dem Rahmenlehrplan für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“, welche die Abschlussstufe / den zweijährigen Lehrgang besuchen bzw. für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in der Werkstufe, unterrichtet.

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Das Einzugsgebiet unserer Schule ist geprägt durch einen hohen Anteil an Kindern mit erschwerten Lern- und Lebenssituationen, die auf eine besondere pädagogische Förderung angewiesen sind. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen. Deshalb wird auch im Klassenverband überwiegend differenziert gearbeitet. Um unsere Schülerinnen und Schüler optimal fördern zu können, wird ein individueller Förderplan erstellt.

 

Der erstellte Schulinterne Rahmenplan in Anlehnung an den Berliner Rahmenlehrplan dient der Qualitätssicherung des Unterrichts. Die Vorgabe verbindlicher Unterrichtsinhalte ist die Basis der Unterrichtsqualität. Er ist ein gemeinsamer Weg aller Kolleginnen und Kollegen und trägt auch zur Zufriedenheit in der täglichen Arbeit bei. Wir haben bewusst auf die Formulierung konkreter Zielvorgaben verzichtet, da die individuellen Lernvoraussetzungen unserer Schülerinnen und Schüler und somit auch ihre Lernpotentiale sehr variieren.

 

Die Organisation der Klassen an unserer Schule entspricht der an Berliner Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ üblichen Einteilung. Die Schülerschaft ist in fünf Jahrgangsübergreifende Stufen eingeteilt: Eingangsstufe, Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe, Abschlussstufe. Der Unterricht in der Abschlussstufe dient vor allem der Berufsorientierung. Wir begleiten unsere Schülerinnen und Schüler stets auf ihrem Weg aus der Schule ins Berufsleben nach zehn bzw. möglichen zwölf Jahren und arbeiten eng mit der Arbeitsagentur zusammen.

 

Unsere Schülerinnen und Schüler lernen in einer freundlichen, zugewandten Atmosphäre. In jeder Klasse arbeitet der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin mit einer weiteren Lehrkraft (Pädagogische Unterrichtshilfe) eng zusammen. Je nach Zusammensetzung der Klasse wird diese von einem Betreuer oder einer Betreuerin unterstützt. Der Betreuer oder die Betreuerin übernehmen vorwiegend versorgende und pflegerische Aufgaben bei Schülerinnen und Schülern mit der Förderstufe II und den schwerst mehrfachbehinderten Schülerinnen und Schülern.

Der Unterricht an unserer Ganztagsschule beginnt täglich um 7.45 Uhr und endet um 14.45 Uhr. Die Unterrichtseinheiten sind in einen strukturierten Tagesablauf integriert – die Übergänge sind fließend, ein Klingelzeichen gibt es nicht. Pausenzeiten gestalten die Klassen individuell. In den zwei gemeinsamen Hofpausen können die Schülerinnen und Schüler vielfältige Kontakte untereinander knüpfen. Im Nachmittagsbereich werden in jedem Schuljahr verschiedene Arbeitsgemeinschaften angeboten, welche den Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler entsprechen. So bieten sportliche, künstlerische und musische Angebote den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Begabungen weiter zu entwickeln.

 

Darüber hinaus befindet sich die Nils-Holgersson-Schule im Bezirk Lichtenberg und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die Lage unserer Schule bietet gute Voraussetzungen für lebenspraktisch orientierte Aktivitäten im Unterricht und im Freizeitbereich.

 

All unsere pädagogischen Bemühungen verfolgen die im Berliner Rahmenlehrplan für die Schulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung genannten Zielrichtungen:

 

  • die eigene Person erfahren und ein Lebenszutrauen aufbauen
  • sich selbst versorgen und zur eigenen Existenzsicherung beitragen
  • sich in der Umwelt zurechtfinden und sie angemessen erleben
  • sich in sozialen Bezügen orientieren und bei der Gestaltung mitwirken
  • die Sachumwelt erkennen und gestalten
  • Interesse auf unterschiedlichen Gebieten wecken
  • Stärken entwickeln
  • Gemeinschaft empfinden
  • Selbständigkeit fördern

 

Folgende Bereiche möchten wir etwas ausführlicher erläutern, da sie sich im Laufe unserer Arbeit besonders etabliert haben.

Fächer

Musik

Musik ist nicht nur Lerninhalt des wöchentlichen Musikunterrichts, sondern hat auch in zahlreichen anderen Unterrichtszusammenhängen große Bedeutung.

 

In täglich oder wöchentlich wiederkehrenden Situationen trägt sie zur Ritualisierung bei und bietet den Schülerinnen und Schülern Anhalts- und Orientierungspunkte. Musik unterstützt das Konzept der ganzheitlichen Förderung wesentlich, indem die Entwicklung der Wahrnehmung und die Fähigkeit des Spielens, Singens, Sprechens, Hörens und Fühlens verknüpft werden. Musik ist in besonderer Weise geeignet, die Aktivität und Interaktion der Schülerinnen und Schüler anzuregen und zu verstärken.

 

Musikalische Projekte, Arbeitsgemeinschaften und schulinterne Gruppen bieten besondere Möglichkeiten zur klassen-, stufen- und altersübergreifender Integration.

 

Musikalische Projekte sind beispielsweise klassenübergreifender Unterricht in Form eines Eingangsstufen-Theaters / Musiktheater.

 

Als Arbeitsgemeinschaften (AG) werden angeboten:

  • Tanz (moderner Tanz sowie Line-Dance)
  • Schüler/-innenchor
  • Schüler/-innenband mit Schwerpunkt Rock-und Popmusik
  • Singekreis
  • Disco-AG

In Form von schulinternen Gruppen findet klassenübergreifender Musikunterricht in den einzelnen Stufen statt.

 

Musikalische Präsentationen vor den Eltern, der gesamten Schule und außerschulischen Gästen bereichern verschiedene Veranstaltungen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit.

Kunst

Im Kunstunterricht stehen die Wahrnehmungs- und Sinnesförderung sowie die Freude an der kreativen Tätigkeit im Vordergrund.

 

Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, ein Medium zu entdecken, das ihrem inneren Empfinden und ihrer Persönlichkeit Ausdruck verleihen kann. Ihnen werden vielfältige Arbeitstechniken sowie Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt. Die Schule besitzt eine gut ausgestattetet Keramikwerkstatt mit Brennofen. Die Arbeit mit Ton ist fester Bestandteil der Unterrichtsgestaltung und dient im Wesentlichen der Förderung der feinmotorischen, schöpferischen und sozialen Fähigkeiten. Neben der freien Materialerprobung und der Realisierung eigener Ideen werden die grundlegenden Techniken zur Tongestaltung vermittelt.

 

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten individuell, in Gruppen oder in alters- und klassenübergreifenden Kursen und Projekten. Die entstandenen künstlerischen Arbeiten werden regelmäßig in der Schule und an anderen öffentlichen Orten präsentiert.

 

Es besteht eine Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule, einer Filzwerkstatt sowie weiteren Künstlerinnen und Künstlern. Die mehrjährige Kooperation mit einem Graffitikünstler führte gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Schule zu der großflächigen Gestaltung zweier Wände im Schulgebäude.

Bewegung, Sport und Schwimmen

Alle Schüler von der Eingangs- bis zur Abschlussstufe haben mindestens eine Stunde Sport- und Schwimmunterricht pro Woche. Der Unterricht wird klassenübergreifend durchgeführt, wobei bis zu 4 (Sport) oder 5 Klassen (Schwimmen) gemeinsam unterrichtet werden. Der Schwimmunterricht findet in der Schwimmhalle am Anton-Saefkow-Platz statt, die Wassergewöhnung für Schulanfänger und das Förderschwimmen für Schüler, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung nicht am regulären Schwimmunterricht teilnehmen können, im schuleigenen Bewegungsbecken.

 

Der Sportunterricht umfasst sowohl bewegungsorientierte als auch – vor allem in den höheren Klassen – sportartorientierte Angebote. Weiterhin gibt es spezielle Förderung im Bereich der Psychomotorik. In jedem Schuljahr wird eine Sportwoche durchgeführt, in deren Rahmen ein Sportfest, klassenübergreifende Workshops sowie ein schulübergreifendes Fußballturnier stattfindet.

 

Über den regulären Unterricht hinaus wird eine Vielzahl an AGs angeboten, die von Schuljahr zu Schuljahr variieren. Beispiele dafür sind unter anderem:

  • basale Sportgruppe
  • Bewegung und Entspannung
  • Laufgruppe
  • Yoga
  • Fußball
  • Leistungsschwimmen
  • Basketball
  • Artistik (in Kooperation mit dem Zirkus Cabuwazi)
  • Tanz
  • Cheerleading
  • Trampolin und Parkour

Einzelne Schüler vertreten die Schule bei schulübergreifenden Wettkämpfen:

  • Fußballturnier der Schulen mit dem Förderschwerpunkt „GE“
  • Schwimmwettbewerb „Bei Neptun zu Gast“
  • Staffelspielfest SPORT – SPIEL – SPAß im FEZ
  • Inklusives Drachenbootrennen

Darüber hinaus werden mehrmals im Schuljahr mit mehreren Klassen aller Stufen Zirkusprojekte im Zirkus Cabuwazi oder in der Schule durchgeführt. Die Schüler üben dort eine Woche lang ein Zirkusprogramm ein, das sie am letzten Tag vor Mitschülern und Eltern aufführen.

Wirtschaft – Arbeit – Technik

Teilbereich „Lernen in der Holzwerkstatt“

 

Bedeutung des Lernbereichs an der Nils-Holgersson-Schule
Im Leben als Erwachsener spielt die Arbeitswelt eine bedeutende Rolle; einerseits verbringt der Mensch viel Zeit mit (Erwerbs-)Arbeit, des Weiteren dient die (Erwerbs-)Arbeit dem Lebensunterhalt. Im Rahmen der Vorbereitung auf ein möglichst selbstbestimmtes, erwerbstätiges Leben als Erwachsener ermöglicht es die Arbeit in der Holzwerkstatt, praktische Arbeitstätigkeiten am Werkstoff Holz durchzuführen und somit erste Einblicke in die Arbeit mit Werkzeugen und Maschinen zu sammeln.

 

Beschreibung der Tätigkeiten
Ausgehend von dem Basteln, Malen und Gestalten in den unteren Klassenstufen entwickelt sich in den Ober- und Abschlussstufen ein zielgerichtetes, fachbezogenes Werken; weg von den zum persönlichen Bedarf hergestellten Werkstücken, hin zur Auftragsproduktion für schulinterne oder -externe Auftraggeber.

 

Der stark handlungsorientierte Unterricht in der Holzwerkstatt fördert den Erwerb von Handlungskompetenz bei den Schülern. Hierbei werden immer die konkreten, individuellen Möglichkeiten des einzelnen Schülers beachtet.

 

Das Lernen in der Holzwerkstatt will möglichst umfassend die handwerklichen und gestalterischen Kompetenzen der Schüler zu fördern.

 

Insbesondere gehört dazu:

  • Werkstoffkenntnis / Holzkunde
  • Ordnen und Sortieren von Materialien nach unterschiedlichen Eigenschaften
  • Möglichkeiten und Kosten der Materialbeschaffung → Kosten des Werkstücks
  • Werkzeugkenntnisse; Funktion, Aufbau und Anwendung von Werkzeugen
  • Sicherheitskenntnisse im Umgang mit Material sowie Werkzeug und Maschinen
  • Messen und Anzeichnen/Anreißen von Längen
  • Trennende Fertigungsverfahren (Sägen, Feilen, Raspeln, Schleifen, Bohren)
  • Verbindende Fertigungsverfahren (Kleben, Nageln, Verschrauben, Dübeln)
  • Verfahren der Oberflächenbehandlung (Wachsen, Lackieren, Beizen)
  • Arbeiten nach einem Arbeitsplan / einer Anleitung
  • Bewerten der eigenen Arbeitsergebnisse

Computerunterricht

Der Unterricht findet im Computer-Fach-Raum statt. Nach Möglichkeit wird pro Klasse wöchentlich eine Unterrichtsstunde erteilt, ausgenommen sind die Klassen der Abgangsstufe, die nach ihrem speziellen Rahmenplan unterrichtet werden und die Eingangsstufen-Klassen, bei denen die Teilnahme nach individueller Eignung entschieden wird.

 

Zum Inhalt des Unterrichts gehört:

  • die leicht verständliche Vermittlung von Grundkenntnissen über Aufbau und Handhabung der Computertechnik
  • die Unterstützung des allgemeinen Unterrichts der Kulturtechniken
  • (Mathematik, Deutsch) durch den Einsatz verschiedener, dem Leistungsniveau der Klasse und des einzelnen Schülers entsprechenden Lernprogramme im Lesen, Schreiben, Umgang mit Mengen und Zahlen, Farben und Formen, zeitliche Orientierung, Umgang mit Geld
  • die Förderung der verbalen und nonverbalen Kommunikation
  • die Anregung zur Freizeitgestaltung und selbständigen Arbeit (Freiarbeit am Ende jeder Unterrichtsstunde)
  • Übung und Erweiterung der Fähigkeiten Ausdauer, Konzentration, Selbständigkeit, Selbstkontrolle, Motorik, Auge-Hand-Koordination, Ursache-Wirkungs-Prinzip erkennen sowie Verhaltenssteuerung und -kontrolle

Berufsqualifizierende Lehrgänge

Ernährung und Hauswirtschaft

 

Wäsche und Textilpflege

 

Garten- und Landschaftspflege

 

Holztechnik

 

Büro, Computer, Kurierdienst